Huhn – Tomaten – Reis – Curry

An manchen Tagen hat man eine gewisse Unlust, lange in der Küche zu stehen und die Zutaten, die man eingekauft hat, langwierg vorzubereiten. Ich hatte noch drei Hähchenoberschenkel (in Neudeutsch: Pollo fino! Wer denkt sich so etwas aus?), zwei Tomaten, eine große Zwiebel und einen restlichen Bund Lauchzwiebeln. Gewürze, klar, die hat man ja in der Regel auf Vorrat.

Und aus genau diesen Zutaten habe ich ein neues Gericht kreiert. OK, wahrscheinlich ist selbiges schon öfters zubereitet worden und hat andernorts vielleicht sogar einen fantasievollen Namen.

Zubereitung:
Zuerst einmal koche ich eine Portion Reis im Reiskocher, und während dieser zu garen beginnt, reibe ich die Hähchenschenkel mit edelsüßem Paprika ein und salze sie.

Etwas Wasser mit wenig Butterschmalz in eine große Pfanne geben und gleich die Hähchenstücke dazu. Das Wasser verdampft und das Geflügel gart im heißen Dampf vor, gibt Fett ab und brät danach im eigenen Fett weiter.

Jetzt die kleingeschnittenen Tomaten und die Zwiebel dazugeben. Diese geben auch wieder Saft ab, in dem ich alles so um die 20 Minuten köcheln lasse. Die Hühnerstücke herausnehmen und warmstellen und die Hitze auf hohe Temperatur stellen, damit die Flüssigkeit reduziert. Jetzt ist der Reis im Reiskocher fertig. Mit einem TL Madras Curry und Pfeffer den Pfanneninhalt würzen und den Reis unterheben. Immerzu rühren und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Huhn zugeben, Lauchzwiebeln in Röllchen schneiden, darüber streuen und servieren.

Fertig! Schmeckte wunderbar!

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Brokkoli-, Lauch- und Kartoffelsuppe

Diese Suppe oder auf jeden Fall eine so ähnliche Suppe habe ich bei Robin Read in Royal Turnbridge Wells gegessen, um mal wieder ein Rezept aus England zu posten. Eine Lauch- und Kartoffelsuppe ist ein gängiges Gericht. Es wärmt an kühlen Frühjahrsabenden und sättigt, ohne ein Völlegefühl zu erzeugen. Diese Lauch- und Kartoffelsuppe wird mit Brokkoli aufgepeppt. Und dahinein ein Paar zerbrochene trocken angeröstete Mandeln für einen schönen Crunch.

Ach die englische Küche – kaum genießbar und in London (Gehen Touristen sonst noch wo hin?) ist alles so teuer. Liebe Leser glaubt den Unsinn nicht! Bei Micheal Caines im Stafford wird mir ein vier Gänge Lunch zu einem Preis angeboten, für den ich am Bodensee in einem durchschnittlichem Landgasthaus eine Suppe und einen Zwiebelrostbraten bekomme. Wer gerne kulinarisch lohnenswerte Adressen in London hätte, darf mich gerne anschreiben. Aber jetzt zum Rezept.

Zutaten:
Pflanzenöl, 250 g in Scheiben geschnitten Lauch, 200 g mehlig kochende fein geschnitte Kartoffeln (die Sorte Agria ist meine erste Wahl), 250 g Brokkoli, 600 ml Wasser oder Gemüsebrühe, Zitronensaft, Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zum Garnieren:
1 Handvoll Mandeln, geröstet und grob gehackt, ein gutes Olivenöl, in kleine Röllchen geschnittener Schnittlauch

Zubereitung:
Etwas Öl in eine große Kasserolle geben. Die Lauchringe mit einer Prise Salz hinzufügen und bei schwacher Hitze andünsten, bis sie weich sind, aber keine Farbe annehmen.
Den Brokkoli in Röschen teilen und den Strunk fein schneiden. Beides zusammen mit den Kartoffelscheiben in die Pfanne geben. Mit Wasser oder Gemüsebrühe auffüllen und 30 Minuten köcheln lassen.
Sobald Brokkoli und Kartoffeln sehr weich sind, den Pfanneninhalt mit einem Pürierstab zu einer glatten Suppe pürieren.
Die Mandeln in einer heißen Pfanne trocken rösten.
Mit Salz, Pfeffer abschmecken und mit einem Spritzer frischem Zitronensaft verfeinern.
Heiß servieren und mit gerösteten Mandeln, Schnittlauch und einem Schuss Olivenöl extra garnieren.
Mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken und servieren.

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Kräftige Suppe aus Räucherrippchen

Polévka z uzených žeber

Geräucherte Suppe war früher ein beliebtes Gericht der Volksküche Böhmens, vor allem weil sie sehr sättigend ist und als Hauptgericht serviert werden kann.

Es ist kurz vor Ostern und ich hatte gehofft, eine Šmigrustovka (Ostersuppe) in einem tschechischen Gasthaus zu finden. Doch dann wurde mir überraschend eine „Polévka z uzených žeber“ serviert. Ihre tiefbraune Tönung und doch klare Konsistenz sah schon einmal sehr verlockend aus, und vor allem schmeckte sie hervorragend.

Zutaten:
1 kg geräucherte Schweinerippchen,, 1 Zwiebel, 5 Knoblauchzehen, Salz, 10 schwarze Pfefferkörner, 3 Pimentkörner, 1 Karotte, 1 Stück Sellerie, Majoran, 100 g Perlgraupen,
2 Kartoffeln

Zubereitung:
Zuerst die Graupen in kaltem Wasser waschen und eine halbe Stunde einweichen lassen.

Die geräucherten Schweinerippchen in einen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken. Das traditionelle Suppengemüse hinzufügen: Sellerie und Grünzeug, Karotten, Zwiebeln und Knoblauch. Das Gemüse grob schneiden, die Knoblauchzehen ganz lassen und schöne Zwiebeln ungeschält verwenden. Piment und schwarze Pfefferkörner dazugeben. Hier sollte man sparsam mit Salz umgehen, da geräuchertes Fleisch von Natur aus recht salzig ist.

Sobald die Suppe im Topf kocht, muss man sie etwa 30 Minuten köcheln lassen, schaltet dann den Herd aus und lässt Sie abkühlen. Dadurch wird das Fleisch schön zart.

Später die Suppe abseihen und noch einmal aufkochen lassen. Das Fleisch und Gemüse vorher herausnehmen herausnehmen und klein schneiden. Die eingeweichten Graupen in leicht gesalzenem Wasser weich kochen, abgießen.

Die Einlage zurück in die Suppe geben und vor dem Servieren abschmecken.

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